Biografie

Alexander SuleimanAlexander Suleiman studierte bei Eldar Issakadze, Daniil Shafran und Natalia Gutman. Er zählt inzwischen zu den interessantesten und eigenwilligsten Musikern seiner Generation. Seine ausgeprägte Vorliebe für zeitgenössische Musik und seine umfassende Beherrschung buchstäblich des gesamten Repertoires vor 1900 haben in ihm eine Künstlerpersönlichkeit heranreifen lassen, die ausgetretene Pfade meidet.

Neben den für Cellisten seiner Klasse üblichen Auftritten mit renommierten Orchestern in aller Welt, wo man ihn seit Jahren als außergewöhnlichen und originellen Interpreten schätzt, ist er vor allem auch von kulturpolitischen Interessen geprägt. So wirkt er als Botschafter mitteleuropäischer Musikkulturen mit Vorliebe im arabischen Raum, Jordanien, Israel, China, Korea, als auch in Afrika und Südamerika.

Die Saison 2018 beinhaltet Konzerte in Asien, Europa, Kanada und den USA.

Alexander Suleiman konzertiert gleichermassen im kammermusikalischen Bereich und folgt Einladungen zu Festivals in Finnland, Kanada, Deutschland, China, dem arabischen Raum, sowie den Vereinigten Staaten. Auftritte, die uns etwas über die Allgegenwärtigkeit eines Ausnahmekünstlers erzählen, der erstaunlicherweise immer noch bereit ist, komplizierte moderne Werke gültig einzustudieren und mit Glanz und Gloria unter die Leute zu bringen. Seine außerordentlichen Improvisationskünste sind vor allem in Kollegenkreisen geschätzt und sind zum ersten Mal auf der  CD “Out of the Blue”, die 2012 bei dem Label TYXart erschienen ist und für den Deutschen Schallplattenpreis nominiert wurde, zu hören. Im März 2014 wurde die zweite Improvisations-CD „Atavistic Music“ Extreme Jazz ebenfalls bei TYXart veröffentlicht und auch die im September 2015 veröffentlichte CD mit Werken von Chopin und Schumann beinhaltet Atavistic Improvisationen. Im März 2018 erschien die CD mit den Ersteinspielungen der Klaviertrios des Komponisten An-lun Huang bei MDG, und im Dezember 2018 folgt eine CD mit der Gesamteinspielung der Werke für Violoncello und Klavier des georgischen Komponisten Vazha Azarashvili, die er zusammen mit Irma Issakadze für NAXOS eingespielt hat und die ebenfalls Weltersteinspielungen beinhaltet .

Suleiman widmet sich auch der Förderung des musikalischen Nachwuchses und folgte im Jahre 2007 einer Berufung zum Professor für Violoncello an die Universität von Southern California in Los Angeles. Engagements verband er mit Meisterkursen in Deutschland, den USA, Kanada, Israel, Jordanien, Korea und China, wo er unter anderem am Shanghai Conservatory, dem Central Conservatory of Music und dem China Conservatory of Music in Peking, sowie dem Zhejiang Music Conservatory regelmäßig Meisterklassen gibt. In seiner Position als künstlerischer Leiter der internationalen Akademie “Art Conquers Borders” präsentierte Alexander Suleiman das Projekt, das der Förderung von jungen Talenten aus Krisengebieten gewidmet ist, im Deutschen Bundesrat in Berlin mit einem Soloauftritt mit den Cellosuiten von J. S. Bach. Alexander Suleiman war „Artist in Residence“ des Dulwich College von 2016-2018 und ist künstlerischer Leiter bei der Sommerakademie Neuburg.

Alexander Suleiman zählt zu den interessantesten und vielseitigsten Musikern, die ich je kennengelernt habe. Er ist nicht nur ein Virtuose von höchsten Graden, sondern auch ein tiefsinnig philosophischer Interpret jeglicher Literatur. Seine Musik ist Sprache im besten Sinn; niemals “spielt” er nur, um zu gefallen. Sein musikalischer Geist ist universell und nicht bloß auf die Streicherperspektive festgelegt. Er selbst treibt sich meist in unerforschten Regionen der Neuzeit herum, regt an, hinterfragt, probiert aus und erweitert alles, was ihm unter die Finger kommt, um jedes Quantum Eigen-Sinn, das sein Spiel so sensationell und überzeugend macht… (Franz Hummel)